Die FH JOANNEUM bei der AIRPOWER19

Am 6. und 7. September 2019 findet in Zeltweg die Flugshow AIRPOWER19 statt. Die FH JOANNEUM ist wieder mit dabei.

Am ersten Septemberwochenende 2019 geht auf dem Fliegerhorst Hinterstoisser im obersteirischen Zeltweg bereits zum achten Mal die Flugshow AIRPOWER19 über die Bühne. Fliegerstaffeln aus der ganzen Welt präsentieren ihr Können vor rund 300.000 Zuseherinnen und Zusehern. Auch die FH JOANNEUM ist mit einem Stand vertreten. Besucherinnen und Besucher können sich vor Ort über Bachelor- und Masterstudiengänge sowie aktuelle Forschungsthemen informieren.

Luftfahrt / Aviation: Abheben in die Zukunft mit der FH JOANNEUM

Luftfahrtstudien bereiten auf eine berufliche Tätigkeit in einer stark international vernetzten High-Tech-Branche vor, sie gelten als besonders anspruchsvoll. Am Institut Luftfahrt / Aviation verbindet die FH JOANNEUM in der Lehre und Forschung wissenschaftliche Grundlagen mit praxisorientierten Fragestellungen und arbeitet dabei mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern zusammen. Der Bachelor- und Masterstudiengang „Luftfahrt / Aviation“ bereitet Studierende auf dieses attraktive Berufsfeld vor.

Im Bereich Mobilität forscht das Institut auf den Gebieten der unbemannten Luftgeräte und Flugzeugsysteme, Aerodynamik und thermisches Management, ergänzt durch Themen wie Leichtbau und neue mit geringem Aufwand recycelbare Materialien, die insbesondere in der Luftfahrttechnik von Bedeutung sind. Das Institut Luftfahrt / Aviation gehört zum Department Engineering, das mit hochwertigen Prüfständen, Simulatoren und modernsten Design‐ und Simulationstools ausgestattet ist. Profundes Know‐how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird durch direkte Industriekooperationen, national geförderte Projekte sowie die Koordination und Beteiligung an EU-Projekten ständig weiterentwickelt.

„AIRlabs Austria“: FH JOANNEUM erhält Zuschlag für Drohnenprojekt

Gemeinsam mit 23 namhaften Partnern aus Wissenschaft, Industrie und Bedarfsträgern startet die FH JOANNEUM im Oktober 2019 den Aufbau und Betrieb von Test- und Erprobungsgebieten für unbemannte Luftfahrzeugsysteme in Österreich. Ziel des fünfjährigen Infrastrukturvorhabens ist der Aufbau und Betrieb eines österreichweiten Innovationslabors, das alle Schlüssel-Stakeholder unter der Führung der FH JOANNEUM eint. Ausgehend von einem Multisite-Konzept werden verschiedene Drohnenanwendungen wie flugdynamische Eigenschaften bei herausfordernden Wetterbedingungen im alpinen Bereich, der Flugbetrieb in Städten, aber auch die Überwachung kritischer Infrastrukturen getestet. Gefördert wird das Vorhaben im Luftfahrtprogramm „Take off“ des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Das Projektvolumen beträgt vier Millionen Euro.

Electronic Engineering: Technologie weiterentwickeln

Smartphones, medizinische Geräte und Flugzeuge würden ohne innovative Halbleitertechnologien nicht funktionieren. Hier setzt das Institut Electronic Engineering an. Auf der Grundlage neuester Technologien widmet es sich in Lehre und Forschung den vielfältigen Anwendungen von Elektronik. Im Bachelorstudium „Elektronik und Computer Engineering“ entwickeln Studierende anspruchsvolle Elektronik für computerbasierte elektronische Systeme. Diese Kompetenz kann im Masterstudium „Electronics and Computer Engineering“ ausgebaut und erweitert werden. Neu ab Herbst 2019 ist der Masterlehrgang „System Test Engineering“, in dem es um die systematische Testung von komplexen elektronikbasierten und mechatronischen Systemen geht. Der Lehrgang wird zur Gänze vom Electronic Based Systems Cluster Silicon Alps sowie acht Industrieunternehmen finanziert.

Bei der AIRPOWER19 wird das Institut Electronic Engineering das Projekt „DECODE“ vorstellen, das gemeinsam mit der TeleConsult Austria GmbH zwischen Mai 2016 und April 2018 realisiert wurde. Im Rahmen dieses Projekts entwickelten Forscherinnen und Forscher einen Spoofer aus handelsüblicher Hardware, um Signale von Störsendern zu detektieren und somit die Zuverlässigkeit von GPS-basierten Systemen zu erhöhen. Dieses Spoofing ist vor allem aus sicherheitstechnischen Gründen wichtig, da viele Anwendungen (unter anderem Telefone, Uhren und Navigationssysteme) auf dem globalen Positionsbestimmungssystem beruhen.

Industrial Management: Industrie 4.0 und Digitalisierung vorantreiben

Smart Production, Service Engineering, Industrie 4.0 und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch neue digitale Geschäftsmodelle: Das sind zentrale Forschungsthemen des Instituts Industrial Management, die sich auch in der Lehre widerspiegeln. Das Bachelorstudium „Industriewirtschaft / Industrial Management“, das Vollzeit und berufsbegleitend angeboten wird, bildet Studierende an der Schnittstelle von Wirtschaft, Technik und IT zu Expertinnen und Experten im Wirtschaftsingenieurwesen aus.

Für Forschungsaktivitäten steht seit März 2018 am Hochschulstandort Kapfenberg außerdem das Smart Production Lab zur Verfügung. Zentrales Thema ist die Ausprägung der vertikalen und horizontalen IT-Integration zur digitalen Vernetzung von Maschinen, Systemen und Menschen. Das Smart Production Lab ist auch eine Innovationsumgebung für potenzielle Start-ups und steht diesen sowie einer interessierten Öffentlichkeit im Rahmen des FabLab-Betriebs seit Oktober 2018 zur Verfügung. Zum Equipment des FabLab Kapfenberg zählen unter anderem fünf 3D-Drucker, ein Laser Cutter, ein Vinyl Cutter sowie ein Sandstrahler.

Ein 3D-Drucker wird auch bei der AIRPOWER19 präsentiert – ebenso ein neuer 3D-Scanner, an dem ein Modell des Eurofighter eingescannt wird. Der große Vorteil von 3D-Scannern: Physische Objekte, wie Teile von Anlagen, können schnell digital dargestellt und im Anschluss beispielsweise mit einem 3D-Drucker nachgebaut oder auch vor Ort repariert bzw. ausgetauscht werden. Damit werden die Entwicklungs- und Reparaturzeiten um Wochen verkürzt.

Internet-Technologien & Anwendungen: IT-Expertin beziehungsweise IT-Experte werden

Das Institut Internet-Technologien & -Anwendungen beschäftigt sich branchenübergreifend mit angewandter Informatik und den damit verbundenen mobilen Anwendungsmöglichkeiten. Das Bachelorstudium „Internettechnik“ bietet den Studierenden die optimale Grundlage für den Start in eine Karriere als IT-Profi. Im Bachelorstudium „Mobile Software Development“ werden die Studierenden dual zur IT-Expertin oder zum IT-Experten für mobile Software-Entwicklung ausgebildet. Das Masterstudium „IT & Mobile Security“ macht aus IT-Profis Expertinnen und Experten für IT-Security. Und das Masterstudium „IT-Recht & Management“ schafft die Schnittstelle zwischen Informationstechnologien und deren gesellschaftlich-betrieblichen Rahmenbedingungen.

Geforscht wird am Institut Internet-Technologien & Anwendungen unter anderem zu den Themen Mobile Applikationen und IT-Security. Die Fragestellungen reichen von der sicheren Software-Entwicklung über Sicherheitslücken von unterschiedlichen mobilen Betriebssystemen und Lösungen für Unternehmungen bis hin zur Infrastrukturverfügbarkeit und Netzwerksicherheit in unterschiedlichen Branchen, wie etwa in der Luftfahrt. Auch an Security-Gadgets für Angriffe gegen Computer wird geforscht, ebenso an unscheinbaren USB-Sticks und –Adaptern sowie Funkgeräten, die für Angriffe im IT-Security-Bereich verwendet werden können.

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