Eurofighter Typhoon

Der EUROFIGHTER “Typhoon” ist ein Mehrzweckkampfflugzeug der vierten Generation, das von Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien in Gemeinschaftsproduktion entwickelt wurde. Wechselnde Anforderungen, das Ende des Kalten Krieges und Diskussionen über die Arbeitsanteile der beteiligten Nationen verzögerten die Entwicklung des Flugzeuges. Die ersten Exemplare wurden 2003 an die Bundeswehr ausgeliefert. Nutzer der Maschine sind neben den Luftstreitkräften der vier europäischen Herstellernationen die Luftstreitkräfte von Österreich sowie der vier arabischen Golfstaaten Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und Oman.

Der Eurofighter ist ein einsitziges und allwetterfähiges Mehrzweckkampfflugzeug. Er kann im Einsatz in der Luftverteidigungs- (Luft/Luft) und in der Luftangriffs-Rolle (Luft/Boden) genutzt werden.

Die insgesamt 138 Eurofighter der Luftwaffe bilden das Rückgrat der deutschen Kampfflugzeugflotte. Sie sind Kernelement zur Sicherstellung des künftigen Beitrages der Luftwaffe zum geforderten Fähigkeitsprofil der Streitkräfte und den damit verbundenen Bündnisverpflichtungen.

Durch seine Fähigkeit zur vernetzten Operationsführung ist der Eurofighter in einem engen Verbund einsetzbar – sowohl mit den eigenen Luft-, Land- und Seestreitkräften, als auch mit denen militärischer Bündnispartner. Die Überlegenheit des Eurofighters sowohl im Luftnahkampf, als auch im Einsatz auf große Entfernungen, gewährleistet den Schutz eigener Kräfte und Mittel. Diese Wirksamkeit kann der Jet bei Tag und Nacht, unter allen Witterungsbedingungen und in komplexen Einsatzszenarien erzielen.

Der Mehrzweckkampfjet wird von zwei EJ200-Triebwerken des Konsortiums Eurojet angetrieben. Jedes Triebwerk erzeugt einen Schub von etwa 60.000 Newton ohne Nachbrenner. Wird der Nachbrenner zugeschaltet, so wird ein maximaler Schub von über 90.000 Newton erzeugt. Im Gegensatz zum Tornado, startet der Eurofighter im normalen Flugbetrieb ohne Nachbrenner. Dies senkt die Lärmbelästigung an den Flugplätzen der Luftwaffe. Der Eurofighter kann auch ohne Nachbrenner in den Überschallbereich beschleunigen und über längere Zeit mit Überschall fliegen. Über diese Möglichkeit, die mit „Supercruise“ bezeichnet wird, verfügen zurzeit nur wenige Kampfflugzeuge auf der Welt.

Auf der AIRPOWER22 können neben den Eurofighter der Österreichischen Luftstreitkräfte auch Maschinen der Luftwaffe und der Aeronautica Militare sowohl im Flying als auch im Static Display betrachtet werden.

EUROFIGHTER Typhoon

Technische Daten :