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„Wingsuitfliegen ist wie Abfahrtslauf“

Wie bereiten sich die Athleten der Red Bull Aces Exhibition auf ihre Demo bei der AIRPOWER16 vor? Der Profi-Skydiver Marco Waltenspiel verrät es im Interview.

Marco Waltenspiel, 30, ist Mitglied im Red Bull Skydive Team. Bei der AIRPOWER16 nimmt er als einer von acht Athleten an der Red Bull Aces Exhibition teil – einem Wingsuit-Slalom durch fliegende Gates. Ein Interview über Technik, Mut und Risiko.

Herr Waltenspiel, wenn ich morgens laufen gehe, brauche ich mir nur die Schuhe zuzubinden. Welche Vorbereitungen sind nötig, wenn Sie Ihren Sport ausüben wollen?

B.A.S.E Jumpen ist nicht viel aufwendiger als Laufengehen: Du brauchst einen Wingsuit, je nach Gelände die passenden Schuhe, einen Helm und den Schirm – naja, und natürlich auch noch einen Berg. Beim Rennen kommt noch ein Helikopter und der Parcours dazu, und fertig.

Wie und wo bereiten Sie sich auf Red Bull Aces vor?

Da hilft uns die Partnerschaft mit den Flying Bulls, die uns ein Kontingent an Flugstunden mit  „unserer“ Pilatus Porter PC6 zur Verfügung stellen. Fünf, sechsmal im Jahr trainieren wir in Niederöblarn in der Steiermark, da ist ein kleiner Flugplatz mitten in den Bergen, voll schön. Den Rest der Zeit bereiten wir uns in Tschechien vor, im Fallschirmsprungzentrum Skydive Pink Klatovy.

Wie wird man Skydiver?

Ich komme wie mein Vater vom Fallschirmspringen. Schon als Kind war ich immer am Sprungplatz. Mit 11 sind wir zum ersten Mal gemeinsam gesprungen, mit 15 hatte ich meinen ersten Solo-Sprung.  Zum Paragleiten hat er mich aber noch viel früher mitgenommen

Bei der Red Bull Aces Exhibition springen die Athleten in zwei Vierergruppen aus über 2000 Metern Höhe ab und durchfliegen dann mit bis zu 250 km/h einen schwebenden Slalomkurs, dessen Gates von Helikoptern gehalten werden. Worauf kommt es an, wenn man der Schnellste im Ziel sein will?

Ein Faktor ist der Wingsuit – da gibt es ganz verschiedene Modelle, Akrobatic Suits und Racesuits zum Beispiel. Dann kommt es darauf an, wie groß und schwer du selbst bist und welche Fläche du dem Wind bietest. Das ist genauso wie beim Abfahrtsläufer auf der Skipiste, mehr Gewicht bringt mehr Speed.

Die Technik ...

... spielt natürlich auch eine Rolle. Doch die Leute am Start sind echte Profis, die haben alle eine tolle Technik. Auch die Luftströmungen sind für alle gleich. Aber du kannst deine Konkurrenten in den Kurven schneiden und ihnen so den Speed nehmen. Wichtig ist auch der Exit, also ob man beim Absprung eher vorne oder eher hinten ist. Von hinten starten macht schneller!

Und wie hält man dabei das Risiko so gering wie möglich?

Indem man sich gut vorbereitet und vorausschauend fliegt. Wenn die Gruppe auf gleichem Niveau ist, wird alles sehr tight geflogen. Da gibt es kaum große Speed-Unterschiede, und du bist ziemlich save. Je besser das Starterfeld ist, desto geringer ist das Risiko – und desto spannender das Rennen.

  • © Red Bull Content Pool Chris Espen
    © Red Bull Content Pool Chris Espen
  • © Red Bull Content Pool Markus Berger
    © Red Bull Content Pool Markus Berger
  • © Red Bull Skydive Team Red Bull Content Pool
    © Red Bull Skydive Team Red Bull Content Pool
  • © Red Bull Content Pool Balazs Gardi
    © Red Bull Content Pool Balazs Gardi
  • © Red Bull Content Pool Markus Berger
    © Red Bull Content Pool Markus Berger
  • © Red Bull Content Pool Samo Vidic
    © Red Bull Content Pool Samo Vidic
  • © Red Bull Content Pool Balazs Gardi
    © Red Bull Content Pool Balazs Gardi
  • © Red Bull Content Pool Balazs Gardi
    © Red Bull Content Pool Balazs Gardi