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„Ideales Flugshow-Wetter“

Was Peter Parson, der Leiter der Wetterberatungsstation Zeltweg, für das Airshow-Wochenende verspricht.

Peter Parson, Leiter der Wetterberatungsstation Zeltweg, über das Wetter am Wochenende, die Ausrüstung seiner Station und warum das Aichfeld eine meteorologische Besonderheit ist.

Herr Parson, was sagen Ihre Prognosen für Freitag und Samstag?

Wir bekommen optimale Bedingungen. Es wird nicht zu heiß werden, nur knapp über 20 Grad. Es herrscht leichte Bewölkung, so kann man die Manöver besser verfolgen. Und die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist minimal. Alles in allem also optimales Flugshow-Wetter für die Zuschauer.

Und für die Teilnehmer? 

Sind die Bedingungen auch sehr gut. Natürlich bekommen sie noch viel detailliertere Infos von uns als die Zuschauer. Alle Teilnehmer sind direkt mit der Wetterberatungsstation in Kontakt, zusätzlich gibt es an jedem Tag auch zwei bis drei aktuelle Wetterbriefings.

Wie profitieren die Piloten von Ihrer Erfahrung?

Man muss wissen, wo der Schuh drückt. Wir wissen, welches Fluggerät welche Probleme vermeiden will und geben den Piloten auch Tipps für den Rückflug: wo die ideale Flugroute liegt, welche Abflugzeiten die besten sind – je nachdem, in welcher Flughöhe jemand fliegt und ob er auf Instrumentenflug angewiesen ist. Dafür haben wir auch spezielle Ausrüstung.

Wie unterscheidet sich die Wetterberatungsstation Zeltweg von vergleichbaren Einrichtungen?

Wir sind zwar eine Klimastation und für den nationalen Wetterdienst tätig. Aber zusätzlich haben wir Spezialmessgeräte, die für die Fliegerei dienlich sind – darunter drei Ceilometer zur Messung der Wolkenhöhe sowie sechs Windmessgeräte, davon vier im unmittelbaren Flugplatzbereich.

Ist das Aichfeld ein guter Platz zum Fliegen?

Ja, weil wir vergleichsweise wenig Wind haben. Die Luft liegt im Aichfeld wie in einer Salatschüssel, an deren Rand einige Teile herausgebrochen sind – das sind die Täler, die rundherum liegen. Im Winter kann es deshalb deutlich kälter sein als rundherum, wenn nicht gerade der Föhn bläst. Der sorgt übrigens für eine meteorologische Einzigartigkeit: Anders als im Rest des Landes bekommt das Aichfeld sowohl Nord- als auch Südföhn. 

Bisher fand die AIRPOWER immer im Juni und nicht zum meteorologischen Herbstbeginn statt. Haben wir Glück, dass am Wochenende trotzdem gutes Wetter ist?

Im Gegenteil, der Juni ist im Aichfeld besonders wechselhaft und niederschlagsreich, außerdem besteht dauernd Gewittergefahr. Aus meteorologischer Sicht spricht alles für eine AIRPOWER Anfang September.   

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