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Am Regiepult der AIRPOWER16

Im Kontrolltower wird jede Bewegung am Flugfeld überwacht und koordiniert. Ein Besuch in der AIRPOWER-Zentrale.

Auf der Kontrollkanzel laufen alle Fäden der AIRPOWER16 zusammen. Von hier aus hat Display Director Dietrich Springer jede Bewegung am Flugfeld im Blick – und zückt bei Bedarf auch die gelbe oder rote Karte.

Wie macht dieser Mann das? Major Dietrich Springer, der Display Director der AIRPOWER16, ist die Ruhe selbst, obwohl er im Auge des Sturms steht. Die teilnehmenden Flugzeuge und Hubschrauber starten und landen im Minutentakt am Fliegerhorst Hinterstoisser. Springer löst am Telefon Probleme (der Überraschungsgast A400M kommt etwas früher als geplant für seinen Überflug, das Programm für den Live-Ticker muss kurzfristig umgestellt werden). Er stoppt, wie lange das Flying Display eines anderen Teilnehmers dauert (zwei Minuten länger als ausgemacht, er wird nachher ein ernstes Wort mit ihm reden müssen). Und er hat daneben noch Zeit, sich wie ein kleines Kind über das Spektakel zu freuen. „Ich werde gerade richtig emotional“, sagt er lachend, „Monatelang hat man nur mit Partnern herumgemailt, und jetzt sind alle da und machen diese AIRPOWER zu einem unvergesslichen Event.“

Ein hoch konzentriertes Team

Dietrich Springer überwacht in der Kontrollkanzel aus 41,5 Metern Höhe jede Bewegung, die sich am Flugfeld abspielt. Wertvolle Unterstützung erhält Springer dabei von seinem Deputy Display Director Major Thomas Ploder. Zusätzlich versorgt ihn ein Team von Controllern mit allen relevanten Informationen: Der Tower Controller beobachtet, was sich in der Luft bewegt und gibt den Fliegern Anweisungen. Der Ground Controller behält alle Bodenbewegungen im Blick – ein Job, den der Tower Controller an normalen Tagen mitübernimmt, bei einer Großveranstaltung wie der AIRPOWER aber nicht alleine bewältigen kann. Dritter Mann im Kernteam ist der Koordinator, der alle Ankünfte und Abflüge abwickelt. Zusätzlich ist jederzeit ein Einsatzleiter im Raum, der bei jedem großen und kleinen Unfall die Rettungskette in Bewegung setzt und koordiniert.

Strenge Sicherheitsvorschriften

Im Kontrolltower wird aber nicht nur der Ablauf der Airshow überwacht und koordiniert, sondern auch die Einhaltung der Spielregeln. „Es gibt internationale Sicherheitsvorschriften, deren Befolgung wir penibel überwachen“, erklärt Dietrich Springer. Drei verschiedene Linien zeigen den Piloten, wo sie ihre Manöver spätestens beenden müssen: Ab der 450-Meter-Linie darf der Pilot seinen Vektor nicht mehr Richtung Publikum richten. Die 230-Meter-Linie darf generell nicht mehr überflogen werden – außer von den langsamsten Fluggeräten, die sich bis zur 100-Meter-Linie bewegen dürfen. „Vom Tower aus kann ich genau erkennen, wer sich nicht genau an die Regeln hält“, sagt Dietrich Springer. In diesem Fall zeigt der umgängliche Display Director seine knallharte Seite: „Jeder Verstoß wird sofort geahndet“, sagt er. „Entweder mit der gelben Karte, also einer Verwarnung. Oder mit der roten Karte, einem Ausschluss.“ Immerhin hat die AIRPOWER ihren Ruf als sicherste Airshow Europas zu verteidigen ...

 

  • © Bundesheer Andreas Macher
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