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SUPERMARINE SPITFIRE

Der vom britischen Flugzeughersteller Supermarine gebaute Abfangjäger Spitfire wurde speziell im Zweiten Weltkrieg von der Royal Air Force und vielen alliierten Partnern eingesetzt. Der wichtigste Gegenspieler der Spitfire war bis Kriegsende die deutsche Messerschmitt Bf 109. Diese war zwar weniger wendig als das britische Fabrikat, verfügte allerdings über einen Einspritzmotor – und besaß bei Sturzflugmanövern deshalb die entscheidenden Sekunden Vorteil.

Die Spitfire wurde allerdings dank ihrer enormen Agilität schnell international bekannt und beliebt: Insgesamt bauten Supermarine und seine Lizenznehmer von 1938 bis 1948 über 20.000 Exemplare dieses Jägers – und machten ihn zum meistgebauten englischen Flugzeug aller Zeiten. Der schwere Einsitzer wurde unter anderem als Abfangjäger, Aufklärer und Jagdbomber überall auf der Welt genutzt. Bis in die späten 1960er-Jahre stand die Spitfire im Dienste verschiedener Luftstreitkräfte, so beispielsweise in Ägypten, Griechenland, Irland, Israel und Dänemark.

Das auf der AIRPOWER16 gezeigte Exemplar ist die Supermarine Spitfire Mk. XVIe TE184 – eines von 1.054 baugleichen Modellen, die zwischen Dezember 1944 und Juni 1945 das Werk im englischen Castle Bromich verließen. Die TE184 ist besonders weit gereist: Von Mai 1945 bis November 1950 flog sie im Dienste der Royal Air Force – bis sie wegen eines Gebrechens am Fahrwerk eingemottet wurde. So wurde sie auch bei den Dreharbeiten zu „Battle of Britain“ (1967) nur als stehendes Modell eingesetzt. Erst 1990 erhob sie sich nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten mit ihrer ersten zivilen Registrierung wieder in die Luft. Im Zuge der Restauration war die ursprüngliche Vollsichtkanzel auf „High-Back“, also die bekannte frühere Spitfire-Form, umgebaut worden. Nachdem in weiterer Folge auch die Flügeltanks ausgebaut, die Gun Bays wiederhergestellt und der Hauptholm verstärkt worden waren, erhielt die TE184 2009 wieder die unbegrenzte Flugerlaubnis. Seit 2011 ist sie im Besitz von Steven Stead. 

  • © Bundesheer / Andreas Macher

  • © Bundesheer / Andreas Macher

  • © Bundesheer / Andreas Macher

© Jakub Vanek

Fakten & Zahlen

Hersteller Supermarine
Version Supermarine Spitfire Mk. XVIe
Registrierung TE184
Länge 11,22 m / 36 ft 10 in
Höhe 3,05 m /10 ft
Flügelspannweite 9,55 m / 31 ft 4 in
Höchstgeschwindigkeit 656 km/h / 408 mph
Dienstgipfelhöhe 13.106 m / 43.000 ft
Crew 1
Triebwerk 1 x Packard Merlin 266
Leistung 1.650 PS
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